Büste des Firmengründers Johann Backhausen


Fabriksgebäude im Jahre 1885


Jacquardwebstuhl aus dem Jahr 1900



 

Unternehmensgeschichte

Es begann 1810: Der Webergeselle Franz Backhausen übersiedelte von Köln nach Wien, wo er die Meisterprüfung ablegte. Seine Söhne Karl und Johann gründeten 1849 die Firma “Karl Backhausen & Co”. Die Fabrik im Waldviertel wurde 1870 errichtet und ist nach wie vor die Produktionsstätte der hochwertigen Backhausen-Textilien.

Ab 1869, der Zeit des Historismus, und später auch im Jugendstil übernahm Backhausen die textile Ausstattung vieler Wiener Repräsentationsbauten, wie z.B. der Staatsoper, des Parlaments, des Burgtheaters, des Musikvereins und des Kaiserhauses. 1888 wurde dem Familienunternehmen daraufhin der Titel “K. & K. Hoflieferant” verliehen.

Backhausen war Hauptlieferant an die berühmte Wiener Werkstätte und besitzt mit mehr als 3.500 Originalentwürfen von über 300 Künstlern aus dieser Zeit das weltweit umfassendste Archiv historischer Textilentwürfe.

In den Jahren 1939-1945 wurden trotz des Krieges Zeltplanen und andere Stoffe produziert, die Verkaufszentrale im “Heinrichshof” vis à vis der Staatsoper wurde völlig zerstört. Nach Kriegsende übersiedelte Backhausen in die Kärntner Straße 33.

Heute zieren die exquisiten Stoffe renommierte Repräsentationsbauten im In- und Ausland: Hotels, Schlösser, Theater- und Konzerthäuser und werden in 40 Länder weltweit exportiert.

Die Verkaufszentrale des in der sechsten und siebenten Generation geführten Familienunternehmens befindet sich seit September 2003 in der Schwarzenbergstraße im 1. Bezirk.

Im Untergeschoß dieses Gebäudes befindet sich das Wiener-Werkstätte-Textilmuseum. Hier können Besucher das umfangreiche Archiv historischer und zeitgenössischer Entwürfe (z.B. die Künstler-Edition mit Prof. Fuchs oder das Kunstprojekt Wiener Musterzimmer) bewundern.

Die Firma Backhausen war immer sehr innovativ und leistete oftmals Pionierarbeit z.B. mit der Einführung der ersten permanenten Flammhemmendstoffe oder dreidimensional gewebter Faltengewebe.

Die neueste Innovation sind umweltfreundlich produzierte Flammhemmendstoffe aus Trevira CS, basierend auf dem Cradle-to-Cradle Prinzip (von der Wiege zur Wiege).



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